Technische Untersuchungen
Evozierte Potentiale
Hier werden bioelektrische Aktivitäten des Gehirn registriert, die als Reaktion auf bestimmte Reize von außen entstehen.
1. VEP
(Visuelle Evozierte Potentiale)
Dieses stellt die Messung der Sehbahn dar . Als Reiz werden Lichtblitze und
Schachbrettmuster verwendet. Bedeutsam ist diese Meßmethode u.a. bei der
Diagnostik entzündlicher oder durchblutungsbedingter Sehnerv- und
Sehbahn-Veränderungen.
2. SSEP
(Somato-Sensibel Evozierte Potentiale)
Als Reiz werden hier kleine Stromreize auf Nervenstämme gegeben, die
entsprechende bioelektrische Aktivität wird mit Klebeelektroden abgeleitet.
Diese Methode wird beispielsweise eingesetzt, um Sensibilitätsstörungen genauer
zu erfassen.
3. FAHP /Synonym BERA-AEP
(Frühe Akustische HirnstammPotentiale)
Als Reiz wird bei dieser Untersuchungsmethode ein Klicklaut über einen Kopfhörer
eingesetzt und die bioelektrische Aktivität mit Klebeelektroden über dem
entsprechenden Hirnareal abgeleitet. Diese entspricht den Hirnstammstationen
der zentralen Hörbahn und gibt Aufschluss über die Funktionsfähigkeit des
Hirnstammes. Dieses kann diagnostisch hinweisend sein auf entzündliche
Veränderungen, durchblutungsbedingte Störungen oder auch unfallbedingte
Funktionsstörungen des Hirnstammes.