Depressionen
Bei der Depression wird unterschieden zwischen sog. Belastungsreaktionen und
depressiven Erkrankungen (depressiven Episoden). Bei den Belastungsreaktionen wird im
Gespräch ein Ereignis deutlich, welches zu einer Beeinträchtigung der Stimmungslage führt.
Ursachen sind beispielsweise Partnerkonflikte, berufliche Probleme, Todesfälle etc.
Bei der depressiven Episode liegt eine Störung der "Botenstoffe im
Gehirnstoffwechsel" vor. Diese Depressionen bestehen häufig wochen- oder monatelang mit andauernden
Gefühlen von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, einer inneren Leere und einer
Energielosigkeit. Gleichzeitig treten körperliche Beschwerden hinzu wie Appetit- und Gewichtsverlust,
Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen. Charakteristisch ist ein negatives Gedankenkreisen,
welches vom Verstand her nicht unterbrochen werden kann.
Zur Behandlung werden bei der Belastungsreaktion Gespräche geführt mit dem Ziel,
die belastende Situation genauer zu erkennen und zu lernen, anders damit umzugehen oder evtl. die belastende
Situation auszuschalten.
Die depressive Episode wird gezielt medikamentös behandelt mit Medikamenten, die heilend auf
den Botenstoffwechsel einwirken. Diese Medikamente nennt man Antidepressiva. Sie sind nicht zu verwechseln mit
Beruhigungsmitteln, die in dem Fall lediglich eine dämpfende Wirkung hätten und ggf. sogar eine Suchtgefahr
beinhalten würden. Depressive Episoden kommen häufig im Frühjahr und im Herbst vor. Sie kommen
"wie angeflogen" und treten ohne erkennbaren Grund auf. Sollte eine Depression regelmäßig immer
wieder auftreten, sind auch vorbeugende medikamentöse Behandlungen möglich.