Gedächtnisstörungen
Gedächtnisstörungen, die sich nach einer normalen Entwicklung des Menschen bemerkbar machen,
werden mit dem medizinischen Fachbegriff Demenz bezeichnet. Diese erworbenen
Gedächtnisstörungen treten zum einen im höheren Lebensalter auf, als Folge von
Alterserscheinungen des Gehirn. Weitere Ursachen bestehen in Form von Durchblutungsstörungen. Ursachen
können auch Hirnverletzungen oder Infektionserkrankungen oder Vitamin B12-Mangelzustände sein. Bei
der Alzheimer-Erkrankung liegen Stoffwechselstörungen zugrunde.
Symptome der Demenzerkrankung sind Merkschwäche, insbesondere das Kurzzeitgedächtnis ist
reduziert, das Altgedächtnis ist länger erhalten. Weiterhin fällt eine erschwerte Wortfindung auf,
teilweise auch ein reduzierter Wortschatz. Im weiteren Verlauf können auch Verstimmungszustände auftreten.
Die Diagnose wird durch die Erhebung der Vorgeschichte und ein Gespräch gestellt. Weiterhin kommen
Gedächtnis-Testungen zur Anwendung und es wird eine neurologische Diagnostik ausgeführt, die ein
» Elektroencephalogramm beinhaltet, ggf. auch eine
Ultraschalldiagnostik der Halsarterien. Durch die Computertomographie, ggf. auch Kernspintomographie, werden die
Strukturen des Gehirns dargestellt, Durchblutungsstörungen oder Altersprozesse werden sichtbar.
Die Behandlung richtet sich je nach Ursache der Demenz. In erster Linie ist ein gezieltes
Gedächtnistraining (mentales Aktivierungstraining) sinnvoll. Weiterhin gibt es begleitende
medikamentöse Behandlungsmaßnahmen, z.B. Durchblutungsmittel oder auch Mittel, die in den
Hirnstoffwechsel eingreifen.